Hinter dem Paradies

Hinter dem Paradies
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André C. Schmechta
8101

Erotik-Couch Rezension vonFeb 2024

Story

Die Bandbreite der unterhaltsamen Episoden reicht von bittersüß bis humorvoll, von frech bis frivol. Stets mit einem Augenzwinkern erzählt, versprühen sie nicht selten beinahe nostalgisches Erotik-Flair.

Erotik-Faktor

Trotz auch deutlich expliziter Darstellung sexueller Handlungen, vermeidet Di Caro stets eine Überdosierung oder allzu platte pornographische Inszenierung.

… geht die Lust weiter.

Zwölf kleine Episoden versammelt Gabriele Di Caro im erotischen Comic-Band „Hinter dem Paradies“. Stilistisch sind sie unterschiedlich ausgeführt, bieten allein dadurch jede Menge Abwechslung. Gerade einmal eine Seite umfasst dabei die kürzeste der Geschichten.

Schicksalhafte Begierde

Äußerst unglücklich gerät das Aufeinandertreffen von Mann und Frau in „Natur“. Hitzige Lust und ungestüme Neugier treffen dort aufeinander. In „Leib und Seele“ hingegen ist das Leben der Männer im alten Ägypten vorbestimmt und nimmt kein gutes Ende. Unerreichbar ist die attraktive Blondine in „Die Meine“. Dass wahre Lust auch ohne männliche Unterstützung möglich ist, macht "Den Kelch an den Lippen" deutlich.

Die Bandbreite der unterhaltsamen Episoden reicht von bittersüß bis humorvoll, von frech bis frivol. Stets mit einem Augenzwinkern erzählt, versprühen sie nicht selten beinahe nostalgisches Erotik-Flair. Frauen dominieren beim italienischen Künstler Di Caro meist das Geschehen. Sie entführen ganz nach ihren Wünschen die Männer in die Welt von Lust und Begierde. Nur "Im Bann Deiner Augen" muss sich die Frau beiden Geschlechtern geschlagen geben, was ihrem Vergnügen jedoch nicht zum Nachteil geraten soll.

Auch optisch präsentiert sich jede Geschichte mit eigenem Charme. Das Farbspektrum variiert. Mal modern, mal klassisch oder schwarz-weiß ganz im Stile eines Noirs, verleihen die Bilder jeder Episode ihre individuelle Note. Stimmungsvoll geraten die Schauplätze und feiner Strich bringt Mann und Frau zur Geltung. Trotz auch deutlich expliziter Darstellung sexueller Handlungen, vermeidet Di Caro stets eine Überdosierung oder allzu platte pornographische Inszenierung.

Fazit

Gabriele Di Caro verbindet in „Hinter dem Paradies“ selbstbewusste und lustvolle Weiblichkeit mit einer guten Prise Humor, nostalgischem Charme, sinnlicher und freizügiger Erotik. In der Kürze liegt dann hier wahrlich die Würze und so unterhalten die 12 kleinen Episoden mit überraschend raffinierter Vielfalt.

Hinter dem Paradies

Gabriele Di Caro, Splitter

Hinter dem Paradies

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