Vom Fischen und von der Liebe: Mein irisches Tagebuch

Erscheint vsl.: August 2019

Bibliographische Angaben

 Patricia Klobusiczky (Übersetzerin)

Couch-Wertung

8
Story
Erotik-Faktor

Story

Die berühmte Schriftstellerin als Urlaubende, Schreibende und Liebende im Ferienhaus in Irland.

Erotik-Faktor

Nicht das Erotische selbst, sondern die Emotionen drumherum stehen im im Vordergrund.

Leser-Wertung

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Sigrid Tinz
Die Fischerin und der Pilot

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Aug 2019

Benoîte Groult war eine sehr berühmte französische Schriftstellerin. Auch wer nichts von ihr gelesen hat, wird vermutlich ihren Roman „Salz auf unserer Haut“ kennen. In den 80ern des vergangenen Jahrhunderts erschienen und damals ein Skandal, zählt er heute zu den berühmtesten erotischen Liebesgeschichten der Welt. Darin gehtes  in allen emotionalen und besonders in den erotischen Details um die lebenslange Affäre einer Pariser Intellektuellen und eines bretonischen Fischers.

Benoîte Groult und ihr Mann, Paul Guimard, ebenfalls Schriftsteller, waren Irlandliebhaber und Fischereiversessene, sie besaßen ein Ferienhaus dort und waren oft viele Wochen im Jahr in Irland. Nur von dieser Zeit und nur von dort handelt dieses Buch. Es sind Tagebuchaufzeichnungen, die 1977 beginnen, als die beiden dieses Land für sich entdecken und dann bald eine Immobilie suchen und irgendwann auch finden. Bis 2003 waren sie regelmäßig dort. Die Aufzeichnungen zu einem Buch werden zu lassen, war Benoîte Groults letztes literarisches Projekt. Die Tochter hat es nach dem Tod der Mutter zu Ende gebracht.

Friedliches Fischen mit dem Ehemann

Weit über 50 Jahre alt war Groult zu Beginn der irischen Zeiten und die Ehe mit ihrem Paul zu einem mehr oder weniger friedlichen Nebeneinander geworden. Man wird halt zusammen alt und genießt was gut ist: Die Kinder, die gemeinsame Leidenschaft für Irland und fürs Fischen. Um letzteres dreht es sich insgesamt tatsächlich seitenlang. Sie listet Fänge auf - „nichts abgesehen von 50 grünen Krabben und einem Taschenkrebs“ - beschreibt Erfolge - „habe eine ordentliche Menge mittelgroßer Garnelen gefischt“ - und was sie daraus gekocht hat, Suppe etwa, Pollock pur und oder Lachs mit Mayonnaise. Im Bett lief bei den beiden nichts – oder zumindest nicht, wenn sie in Irland waren, also steht darüber auch nichts.

Auch der Geliebte kommt regelmäßig nach Irland

Groult hat aber nun ganz wie ihre Protagonistin in „Salz auf unserer Haut“ Jahrzehnte einen Geliebten gehabt. Oder besser umgekehrt: Sie und Kurt, ein amerikanischer Pilot, sind Vorlage gewesen für den Buch-Welterfolg. Natürlich treffen sich die beiden auch mehr oder regelmäßig in Irland. Dann kommt frische Bettwäsche aufs Bett und Leben ins Schlafzimmer. Sie schreibt ausführlich vom Wellness-Effekt des Begehrt- und Beglücktwerdens; aber auch, wie sie ihn umsorgt, damit er auch in seinem Alter rundum die Uhr zur Verfügung und seinen Mann steht.

Wer Benoîte Groult als Autorin kennt und schätzt, wird dieses Buch mögen wie alles von ihr, den Stil, die Ehrlichkeit und die lebenskluge Logik, die schlicht schöne Sprache. Um echten Sex geht es kaum; aber wenn man den Erotik-Klassiker „Salz auf unserer Haut“ kennt, ist es spannend, nach dem Roman-Liebhaber Gauvin auch den echten Liebhaber Kurt kennenzulernen. Und mit diesem Hintergrundwissen werden die irischen Zeiten der beiden sehr viel erotischer als auf dem Papier eigentlich steht.

Fazit

„Vom Fischen und von der Liebe“, der Titel ist sehr, sehr wörtlich zu nehmen, sonst ist man womöglich irritiert, dass es wirklich SEHR viel ums Fischen geht. Um Lachse, Krabben, Garnelen und Fang- und Zubereitungsmethoden. Aber um die Liebe geht es auch, die partnerschaftliche zum Ehemann und die rauschhafte, körperliche zum jahrzehntelangen Geliebten.

Vom Fischen und von der Liebe: Mein irisches Tagebuch

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