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Erotik-Faktor
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Um Liebe geht es weniger und um Sex schon mal gar nicht. Sondern um alles, was drumherum dazu gehört, vom Kennenlernen bis zum Kinderkriegen.

Erotik-Faktor

In Japan gilt: im Bett ist eigentlich alles erlaubt, aber man redet nicht darüber, und in diesem Buch ist auch nichts drüber zu lesen.

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Sigrid Tinz
Das Liebesleben moderner Japaner

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Apr 2019

Man muss gar nicht explizit voyeuristisch veranlagt sein, um gerne mal durchs Schlüsselloch bei anderen Leuten ins Schlafzimmer zu schauen. Normale Neugier reicht schon. Wenn es dann noch die Schlafzimmer in fremden Ländern sind, dann hat das ganze auch noch einen Hauch von kulturellem Interesse. Wie es da wohl zu geht in den Betten?

„Liebe auf japanisch“ verspricht genau das für das Land der aufgehenden Sonne – hält das Versprechen aber nicht ganz. Zumindest wenn man sich heiße Erotik erwartet hat, so wie man sie zum Beispiel aus Comics kennt. Oder einen Geisha-Liebesroman.

Viel Kulturelles, wenig Erotisches

Das japanische Sex- und Liebesleben ist zwar klar das Thema das Buches und der rote Faden, an dem viele Informationen über die heutige Zeit und dortigen Gepflogenheiten und auch die in der Vergangenheit aufgefädelt sind. Fast besser noch würde der Begriff „Paarungsverhalten“ passen, denn es ist alles relativ wissenschaftlich und nüchtern beschrieben und es geht nie in die lebendigen Details. Wenn wir Menschen kennenlernen, die zum Beispiel mit lebensechten Silikonpuppen zusammenleben, werden hochinteressant die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und psychischen Zusammenhänge erläutert, aber nicht, wie es denn wohl ist mit einem solchen Menschenersatz tatsächlich Sex zu haben. Auch viele Prostituierte lernen wir kennen, erleben sie aber nie bei der eigentlichen Arbeit.

Ein Sachbuch, als Roman aufgebaut

Das Buch ist als eine Art Roman aufgebaut: Fiktive aber prototypische Menschen sind in den einzelnen Kapiteln die Hauptfiguren. Kenji zum Beispiel, gerade fertiger Student, der bei einem Kirschblütenpicknick seine Traumfrau Yukiko kennenlernt; die eigentlich dachte, es gibt keine tollen Männer, aber sich von ihm dann doch eines besseren belehren lässt. Anders Naoko, die kommt gut ohne Typen aus und lässt sogar Hochzeitsfotos nur von sich allein machen. Herr Uchida trifft sich gegen Geld mit der jungen Aikiko, die noch zur Schule geht und mit solchen Dates ihr Taschengeld aufbessert.

Mal steht der eine, mal der andere im Vordergrund, manchmal verknüpfen sich die Lebensfäden, sie haben Dates, sind Kollegen – um sexuelle Belästigung geht es auch in einem Kapitel – heiraten, bekommen Kinder, gehen fremd, sind abstinent und lassen sich scheiden. Jedes Kapitel hat so einen erzählerischen Anteil, in den sehr viele Fakten eingebettet sind. Zusätzlich gibt es noch Kästen mit zusätzlichen Informationen.

In erster Linie ist Liebe auf Japanisch also ein Sachbuch.

Fazit

Ein interessanter Einblick in das Leben der Japaner, wie sie sich kennenlernen, lieben, leben und wieso so viele allein bleiben; wie es früher war und wie Sex außerhalb von Beziehungen stattfindet, käuflich oder digital. Explizit um Sex geht es nicht. Keine Details über Stellungen, Vorlieben und Besonderheiten. Insgesamt ein eher braves Buch, dass auch die diskret-prüden Japaner lesen könnten ohne rot zu werden.

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