Couch-Wertung

5
Story
Erotik-Faktor

Story

Die Story der sexuellen Selbstfindung und auch das ganze Drumherum von Monas Leben ist eigentlich spannend und kommt vor lauter Sex leider viel zu kurz

Erotik-Faktor

Spanking, Bonding, Flogger, Ketten, Handschellen, Seile, Klemmen und Tücher - Leon hat fast alles und weiß damit umzugehen.

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Sigrid Tinz
Grenzenlose Liebe, harter Sex, großer Kitsch

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Dez 2018

Mona trifft einen alten Schulfreund wieder und wird von ihm zu seiner Geburtstagsparty eingeladen. Ohne ihr zu sagen, dass er sie als SM-Motto-Sex-Party ausrichtet. Interessiert bis schockiert schaut Mona sich das alles an. Aber als eine Frau nackt und vor allen Partygästen ausgepeitscht werden soll, versucht sie das zu verhindern und will die Polizei rufen. Das wiederum verhindert Leon, ebenfalls Partygast. Er schnappt sich die zeternde Mona und bringt sie zu sich in sein Haus. Entführt sie, könnte man sagen. Aber dieser Leon ist Frauenversteher durch und durch und ihm ist sofort klar: Nicht dass die Frau geschlagen wurde, hat Mona in Angst und Schrecken versetzt, sondern dass sie selbst dabei Lust auf solche Art Sex bekommen hat. Und er ist gerne bereit, ihr all das zu zeigen und beizubringen. Sie steht der Sache skeptisch bis interessiert gegenüber, und weil auch Leon keiner ist, den man von der Bettkante stößt, lässt sie sich darauf ein.

Leon zeigt Mona, was sie will

Tag für Tag, Wochenende für Wochenende treffen sich die beiden nun. Dass es beim SM-Sex nicht um rohe Gewalt geht, sondern um Grenzen, Gespür füreinander, Vertraruen und Fürsorglichkeit wird Mona und auch dem Leser schnell klar. Spätestens am Ende des Buches: Da wird Mona von einem weiteren Mann aus dem SM-Club gegen ihren Willen krankenhausreif geschlagen und hat daran kein bisschen Lustgewinn.

Natürlich ist all das keine Realitöt sondern in einen Roman verpackte Fantasie. Aber: Irriierend ist, dass - und wie - devot Mona auch im wahren Leben gegenüber ihrem Leon ist.

Allein, dass er sie zu fast allem mit sanfter Gewalt überreden muss, dass er sie entführt hat, er über ihren Kopf hinweg entscheidet, ihre Sorgen übergeht: ihr Laden geht schlecht, ihr Vater muss mit einem Zusammenbruch ins Krankenhaus. In solchen Situationen lässt Leon ihr einfach mal eine  Runde Schläge plus hartem Sex angedeihen, das entspannt und bringt auf andere Gedanken.

Mona will alles, was Leon will

Auch wenn sie prinzipiell einverstanden ist, mit der Art Sex, in der jeweiligen Situation und mit den konkreten Plänen Leons ist sie es oft nicht. Das macht ihr innerer – und nebenbei gesagt oft gleicher und mit der Zeit redundnater – Monolog ganz deutlich: Da kämpft sie gegen ihren "rebellischen Geist" und ihre Angst, schießt "mörderische Blicke" auf ihren Freund und bedenkt ihn mit Beschimpfungen wie "Fuck, du Arsch.", "ich will das nicht", "glaub ja nicht, dass ich heule", "wag es nicht" ...

Und selbstverständlich wagt er alles, denn er weiß, was seine süße, kleine Mona will und braucht. "Lass locker, lass dich fallen, hör auf zu kämpfen." Bis sie dann irgendwann nicht mehr kämpft, aber sich windet, schreibt, tobt, leidet und genießt und danach "wie ein Kind" in seinen Armen liegt, sich die wunden Stellen pflegen und mit ihrem Lieblingsessen füttern lässt. Und sich in Sicherheit fühlt, weil Leon auf sie aufpasst.

Romantisch und BDSM

Ebenfalls ein bisschen zu viel ist der Kitsch in der Geschichte. Denn die beiden sind nicht nur ein Team im Bett, sondern auch noch jeweils für dan anderen die große Liebe.„Es ist keinesfalls so, dass Leon mich jedes Mal schlägt. Oft sind wir einfach nur ein normales Paar." Sie turteln rum, machen kitschige Zukunfstpläne über Kinderzimmereinrichtung und nennen sich gegenseitig Großer Albatros und Kleiner Kolibri. Nichts gegen Kosenamen in der Liebe, aber wenn sie - und das sind sie hier - ebenfalls redundat eingesetzt werden, dann ist die Grenze zur Peinlichkeit schnell überschritten.

Was nicht redundant ist: die Sexsezenen. Leon lässt sich allerhand einfallen und weil er in seiner Zeit als Single rund um Haus und Hof Ringe und Ketten und Spielzeug verteilt hat, geht es sehr abwechslungsreich und seitenlang zur Sache: im Stall, im Schlafzimmer, im Spielzimmer, stehend, hängend, mit Ketten, Seilen, Peitschen, Händen, in allen Varianten.

Fazit

Sexuelle Selbstfindung, die Liebe des Lebens und kreativer, explizit beschriebener SM-Sex aus Sicht des devoten Parts. Wer so etwas mag, hat in diesem Buch reichlich davon. Wer weder übermäßig devot noch übermäßig romantisch veranlagt ist, für den ist von allem ein bisschen zu viel.

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